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Lebensversicherer kürzen Rentenzusagen

Wie das Handelsblatt berichtet, haben die Marktführer Allianz Leben und Zurüch (früher als Deutscher Herold bekannt) den sogenannten Rentenfaktor gekürzt haben.
Damit müssen nun auch die Inhaber von fondsgebundenen oder anderen kapitalnahen Lebensversicherungen mit niedrigeren Renten rechnen. Der Rentenfaktor gibt an, wie hoch die monatliche Rente nach Ablauf der Ansparphase mindestens sein muss, wenn sich der Inhaber der Lebensversicherung für die Verrentung und damit nicht für die sofortige Auszahlung entscheidet.

Betroffen von der Kürzung sind Lebensversicherungen aus den Jahren 2001 bis 2011. Lag der Rentenfaktor bisher noch bei 2,75 bzw. 2,25 Prozent, so liegt er nun bei 1,75 Prozent. Der Rentenfaktor ist bei fondsgebundenen Lebensversicherungen das, was der Garantiezins bei klassischen Lebensversicherungen ist. Auch dieser ist in den vergangenen Jahren dramatisch gesunken und liegt seit Anfang 2017 bei mageren 0,9 Prozent.

Allein bei der Allianz sind etwa 700.000 Verträge von der Kürzung des Rentenfaktors betroffen. Experten gehen davon aus, dass die Kürzungen bei den Marktführern von den übrigen Lebensversicherern aufgegriffen und kopiert werden.

Unser Tipp:
Wer vermeiden will, dass seine Lebensversicherung immer weniger Rendite erwirtschaftet, der sollte sich frühzeitig nach Alternative umschauen. Nicht selten lohnt es sich, die bestehende Altersvorsorge vorzeitig zu beenden und die freiwerdenden Gelder anderweitig anzulegen.